Chaos in Rhovanion

Die unruhigen Zeiten treffen auch den Landstrich von Rhovanion sehr hart, obwohl die Probleme zum größten Teil hausgemacht sind.

Der Thryst der Rhovanier Selodygar hatte auf dem letzten Mittsommerfest 1432 seinen Beschluss mitgeteilt, dass er einen Krieg gegen die Dhorwhinrim im Osten führen wolle. Hierzu hatte er sich die Unterstützung der Zwerge der Eisenberge gesichert.

Entgegen seiner Überzeugung alle Fürsten würden sich diesem Feldzug mit Begeisterung anschließen, stieß er auf großen Widerstand. Die Fürsten des Nordens verweigerten ihm offen die Gefolgschaft und verließen das Fest noch vor dem Ende, andere wie die Rhovanier aus dem südlichen Katún begründeten ihre Weigerung mit der Bedrohung durch die Ostlinge aus dem Südosten.

Nichtsdestotrotz wurde der Feldzug begonnen und am Anfang wurden auch einige Kämpfe erfolgreich bestritten. Doch dann wendete sich das Blatt. Bei Aldarion kam der Vorstoß zum Erliegen und die Belagerung der Stadt hatte bisher kein Erfolg.

Die zurückgelassenen Lande, besonders die Fenrast-Heide, wo die meisten Männer in den Krieg gezogen waren, wurden aber in der Zwischenzeit von Orks, Wölfen und bösen Wesen aus dem Düsterwald heimgesucht, was viele Fürsten nun dazu veranlasste, ohne Selodygars Erlaubnis in die Heimat zurück zu kehren.

Inzwischen ist es Herbst geworden, die Rückkehrer erwartet ein Land in Angst, da nicht nur die Übergriffe durch Orks, Wölfe und andere böse Wesen deutlich zugenommen haben, sondern auch sofort die Forderung aus Brin Dristol kam, dort vorstellig zu werden, um Trimogur, dem Vertreter Selodygars die Lehnstreue zu schwören.

Da die meisten Fürsten und Pferdeherren dieser Forderung allerdings nicht nachkamen, hat Trimogur seine „roten“ Reiter ausgesandt, die seiner „Bitte“ Nachdruck verleihen sollten.

Mit den Reitern nahmen auch die bösen Ohmen zu: plötzliche Wetteränderungen, Missernten und das Verschwinden vieler Druiden, was unerklärlich scheint.

Zudem ist seit jüngster Zeit der Weg in den Süden ab Ystarol, einem Dorf in Zentral Fenrast, versperrt. Kein Bote dringt durch die Blockade der Orks und Wölfe.

In dieser aussichtslosen Lage haben die Rückkehrer Ultyl (in Ystarol) und Helmthyr (NW-Fenrast) alle Hände voll zu tun, um ihre Lande vor dem Untergang zu retten.

Gerade in Ystarol spitzt sich die Lage immer weiter zu: immer mehr Verletzte, grausige Vorgänge und schwelender Streit !!!

Immer mehr Stimmen bedrängen Edrol, den Dorfältesten, Ultyl dazu bewegen, nach Brin Drystol zu gehen.

Auch bei ihm wachsen die Zweifel, da sein Neffe Kartsyn mit beunruhigenden Neuigkeiten von seinem Landgut ins Dorf gekommen ist. Das Gehöft wird belagert, große Teile des Viehs sind verbrannt oder verloren, nur noch der Sohn Ulryds Esryl wehrt sich verbissen…

Und außerdem ist da noch ein neuer Feind, der unweit des Dorfes eine alte Opferstelle Yavanna’s (rhov. Yste) entweiht hat und dunkle Zauber webt.

Was ist zu tun? Verschiedenste Abenteuerstränge sind möglich:

  • schlägt man sich  in den Süden nach Koy durch? Ein Unterfangen, was nahezu aussichtslos erscheint, aber südwestlich wurden zuletzt Spuren von Kundschaftern gefunden, die vielleicht aus Ferud stammen. Ist von dort Hilfe zu erwarten?
  • begleitet man den Druiden Istaaf nach Tyrol, um dort im nahen Wald Elgarud zu besuchen, ein Druide, der sich mit Verzauberungen, wie sie in Ystarol auftreten (vergifteter Knecht durch Trank der Roten, Tod der Frau von Elnyd, Schändung des Opfersteins) auskennt.
  • hilft man weiter dem Dorf bei der Verteidigung gegen die Orks und Wölfe.
  • begleitet man Ultyl zu seinem Landgut, falls sich dieser dazu entschliesst, dahin aufzubrechen oder versucht man, ihm das auszureden und mischt sich damit weiter in die Angelegenheiten der Rhovanier ein.
  • sieht man keinen Sinn in dem Vorgehen und tritt den Weg zurück zum Grenzposten der Provinz Grosoy am Fluß Celduin an, um dort Hilfe zu holen (Reise von 3 bis 4 Tagen).
Leryn, Wirtin Gasthaus "Zum durstigen Wanderer"
Edrol, Dorfältester
Haleryn, Schmied
Derys, Heilerin

Die Lage in Ystarol spitzt sich immer mehr zu, da wichtige Personen (Ultyl, Istaaf) mit eigenen Aufträgen das Dorf verlassen haben und somit die Unsicherheit weiter verstärkt haben.

In der Nacht zum Vollmond hat Kniff seltsame Kundschafter im Wald entdeckt, die rasend schnell den Wald durchstreiften. Am nächsten Tag brachte eine Erkundung Gewissheit über eine Vermutung. Elben waren wohl auf Kundschaft und trafen auf patrouillierende Orks, mit denen sie kurzen Prozess machten.

Dies hat Ultyl Hoffnung gegeben. Hoffnung auf einen möglichen Verbündeten gegen den scheinbar übermächtigen Feind. Von daher ist er aufgebrochen. Hat Kartsyn mitgenommen, da dessen Geschichte ja nicht glaubwürdig war.

Am Tag war dann auch erst mal alles friedlich, bis Kniff beobachtete, dass einer der Begleiter Kartsyns sich an dem gefangenen Knecht zu schaffen machte. Es kam zu Auseinandersetzungen, die mit dem Tod zweier Begleiter und der Flucht eines Begleiters endete.

Wie wird das Dorf reagieren? Vertieft sich der Graben zwischen denen, die den Schulterschluss mit Brin Drystol möchten und denen, die eher auf Ultyls Worte vertrauen. Das Dorf steht vor einer Zerreißprobe

Zunächst einmal kamen Kundschafter ins Dorf, die ein wenig Beruhigung brachten, weil sie die Räume der verfluchten Toten in Anschauung nahmen und versiegelten.

Außerdem teilten sie mit, dass sie auf dem Weg nach Koy seien, um dort um Hilfe zu ersuchen, gegen die Orks, aber besonders gegen „die Roten“, die ihren Lehnherren Helmthyr unter massiven Druck setzen würden.

Sie schienen sehr erfahren und teilten Kniff insgeheim mit, dass er nach Istaaf Ausschau halten solle, da dieser von großer Bedeutung sei.

Dann kam die Nacht, Nieselregen setzte ein. Es ging ein steter Wind von Osten, ein böses Omen!

Von den Köhlerhütten, die Kniff am Nachmittag noch von weitem gesehen hatte, drang Wolfsgeheul herüber. Nicht lange und er konnte vom Turm schwarze, riesige Wölfe ausmachen, die sich den Palisaden näherten.

Neun reißende Bestien, die die Palisaden geschickt ausspähten, um dann an den schwächsten Punkten zuzuschlagen.

Die Bogenschützen vom Turm trafen zwar anfangs, doch nicht wirklich gut. Dann wurden ihre Schüsse ungenauer, ängstlicher.

Als die Bestien den Innenbereich erreichten, stellte sich ihnen auf der einen Seite nur Vortick entgegen, nur wenige trauten sich hinter ihm zaghaft in den Angriff.

Zwar gelang es ihm eine der Bestien zu töten, doch eine andere fügte ihm eine derartige Beinwunde zu, dass er die Besinnung verlor. Nur dem beherzten Eingreifen Kniffs war es zu verdanken, dass er mit dem Leben davon kam. Er tötete die Bestie und schleppte Vortick in die Sicherheit eines Hauses.

In diese hatten sich auch viele andere der Dorfbewohner gebracht, da sie den Bestien ansonsten nichts entgegen zu setzen hatten. Angstvoll wartete man darauf, dass die Bestien das Dorf endlich verließen, vereinzelte Schreie waren zu hören, klappern, schlagen an die Häuser und das elendlich Jaulen und Knurren der Kreaturen, was wie eine verwunschene Sprache klang.

Mit dem anbrechenden Morgen wurden die verheerenden Ausmaße des Angriffes klar. 9 Dorfbewohner hatten ihr Leben gelassen, viele umherlaufende Tiere waren gerissen worden und herumstehende Gegenstände zerstört worden.

Auch für Vortick gab es eine niederschmetternde Diagnose. Mindestens 6 Wochen sollte er nicht laufen können. Eine schwierige Heilung steht vor ihm, Derys ist überfordert, hat keine ausreichend wirksamen Kräuter und außerdem, ja und außerdem ist Kniff verschwunden. Hat reißaus genommen, als er sah, wer da am Morgen ins Dorf kam.

Zehn rote Reiter, ihr Anführer ist Arkadyr, der sich länger mit Edrol auseinandersetzte. Heraus kam, dass Haleryn der Schmied nach Brin Drystol reisen wird, um für das Dorf die Treue zu schwören, während Arkadyr mit 4 seiner Männer im Dorf bleibt, um diesem beizustehen.

So verging der Tag. Vortick wurde umquartiert. In die Schmiede von Haleryn, da der Platz für Arkadyr und seine Männer gebraucht wurde. Vortick stellte beim Gespräch mit Arkardyr fest, dass er nicht so feindselig wie die anderen „Roten“ erscheint.

Kniff war ca. 1km vom Ort entfernt in Lauerposition an dem Weg nach Tyrol gegangen, um Istaaf abzufangen, der spätestens am Abend zurückerwartet wurde, doch das Einzige, was kam, war ein Reiter, augenscheinlich ein Bote, dessen Kopf von Vögeln schwer verletzt worden war.

Kniff brauchte lange bis er die Situation im Griff hatte, seine Unkenntnis im Umgang mit Pferden, die Müdigkeit. Der Abend kam, dann die Nacht.

In der Schmiede hörte Vortick das nahende Wolfsgeheul, als er plötzlich ein leises Zischen vernahm.

Als er den Blick in die Richtung wendete, sah er eine schwarze Wolke, in dessen Mitte die Silhouette des Nekromanten schwebt… 

Vielerlei offene Fragen bleiben:

Wie wird Vortick diese Situation überstehen? Was wird der Nekromant tun? Edrols Frau hat er ja auf bestialische Weise getötet, doch diese war eine alte Frau.

Kann Kniff weitere Hinweise auf den Boten finden? Er ist sich ziemlich sicher, es war ein Bote Istaafs, doch was war seine Nachricht? Wird er wieder zu Bewusstsein kommen oder sind die Verletzungen zu schwer?

Und überhaupt. Wie wird man die Nacht überstehen? Zeigen Arkandyr und seine Mannen ihr wahres Gesicht oder sind sie tatsächlich eine Hilfe?

Hat Ultyl sein Vorhaben erreicht oder hat er im Kampf den Tod gefunden? Haben ihn die Elben bei seinem Unterfangen unterstützt?

Kehren die Kundschafter aus dem Süden zurück und werden sie sich zeigen?

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